Jusos Lichtenberg

Kevin Einenkel

Für die Jusos in die Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg (BVV)

 

Ich möchte Kieze gestalten – Für die Lichtenberger*innen die Straßen und Plätze vor der Tür zum Ausflugsziel Nummer 1 machen.

Wer die Stadt Berlin und die Infrastruktur entwickelt, gestaltet das Zusammenleben. Und das wird in der Zukunft deine große Herausforderung. In Großstädten wie Berlin kennt jede zweite Person ihre Nachbarn nicht. Der Anteil an Alleinerziehenden ist überdurchschnittlich groß und wächst weiter. Im Alter sind die Menschen öfter allein. Einsamkeit ist eines der größten Zukunftsprobleme und die Infrastruktur und unsere sozialdemokratische Stadtentwicklung wird hierfür Lösungen schaffen.

Lebendige Plätze schaffen einen vielfältigen Kiez

Öffentliche Plätze zeigen Vielfalt. Hier kommen wir ohne Absicht zusammen. Es sind Orte, die eigene Blase zu verlassen und das ist etwas Gutes. So geschieht sozialer Austausch und Integration.

Wer einen Innenhof bebaut, muss soziale Infrastruktur für alle schaffen.

Aber nur wenn sie entsprechend gestaltet sind: Mit Sitzgelegenheiten, öffentlichen Toiletten, sodass ein längeres Verweilen möglich ist, mit Platz für Veranstaltungen und natürlich viel Natur. Wichtig ist, Plätze ständig zu beleben. Zum Beispiel indem dort Einrichtungen wie Stadtteilzentren, Familienzentren oder bezirkliche Räume für Partizipation vorhanden sind, die ihr Programm und ihre Aktivitäten auf den Platz ausweiten. Auch Bauprojekte sollten nicht mehr ohne Begegnungsräume geschaffen werden. Wer einen Innenhof bebaut, muss soziale Infrastruktur für alle schaffen.

Lebenswertes Grün statt heißes Betongrau

Das Ziel sind Gebäude und einzelne Quartiere, die sich klimaneutral selbstversorgen können – mit Strom, Heizkraft und Wasser. Es müssen Klimanetzwerke entstehen, sodass Solarstrom gemeinschaftlich in den Kiezen genutzt werden kann. Der Weg ist steinig, doch bereits mit klimaneutralen und energieeffizienten Projekten bepflanzt. Zum Beispiel das Wohngebiet in der Sewanstraße. Hier stoßen die Häuser nur so viel CO2 aus, wie die Natur wieder abbauen kann. Möglich machen das die dezentrale Trinkwasserversorgung, die Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und Photovoltaik. Dieses Projekt zeigt, klimaneutrales Bauen mit Mietpreisbindung ist möglich. Dieses Quartier darf nicht bloß das Aushängeschild für Klimaschutz beim Bauen darstellen, sondern es muss der Start für einen neuen Standard in Lichtenberg sein.

Für mich ist Holz der Baustoff der Zukunft und ich möchte mich für mehr Gebäude in Holzbauweise einsetzen. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sollten hier als gutes Beispiel vorangehen. Vor allem wenn Lücken geschlossen werden, sollten die entstehenden Gebäude einen besonders nachhaltigen Klimaabdruck hinterlassen. Hier muss neben vertraglichen Vereinbarungen mit den Bauträger*innen insbesondere gesetzlich nachgeschärft werden.

Städtebauliche Verträge müssen mit mehr Klimaschutz aufgeladen werden!

Klimafreundliches und bezahlbares Wohnen dürfen sich nicht ausschließen. Das ist unsere sozialdemokratische Aufgabe.
Als Bezirk müssen wir uns auf Senatsebene für Gesetzesänderungen einsetzen: die Anpassung städtebaulicher Verträge und das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung müssen mit mehr Klimaschutz aufgeladen werden. Eine Verpflichtung zu Dach- und Fassadenbepflanzung und der Bau von Solaranlagen ist nötig. Für massive Investitionen in den Klimaschutz sollten diese von der Schuldenbremse ausgenommen werden. Wir müssen aber zusätzlich lokal Anreize für mehr Klimaschutz schaffen. Ein bezirklicher Umweltpreis für nachhaltiges Bauen oder zusätzliche Fördertöpfe sind gute Möglichkeiten. Zur nachhaltigen Stadt gehört auch ein nachhaltiges Regenwassermanagement. Lichtenberg wird zur Schwammstadt. Die saugt das Regenwasser auf und gibt es bei Bedarf wieder ab, anstatt es nur zu kanalisieren. Ein Beispiel liegt in Rummelsburg, wo Versickerungsgruben als Grünflächen angelegt wurden. Es ist bereits verboten, Regenwasser direkt in die Kanalisation zu leiten. Der Bezirk ist nun in der Pflicht, dies durchzusetzen.

Straßen verbinden nicht nur Orte sondern Menschen

Verkehr bedeutet, erreichen und begegnen. Ideal ist, alles fußläufig erreichen zu können. Und wenn das nicht möglich ist, bequem und einfach per Bus und Bahn oder dem Fahrrad. Ein Radwegekonzept muss her. Es ist dringend: An vielen Stellen gibt es kein bequemes Vorankommen und ein sicheres schon gar nicht. Alltägliche Dinge, wie den Einkauf erledigen oder zur Arbeit gehen, dürfen keine Herausforderung sein. Das ist mein Ziel. Für Fußgänger*innen müssen Gehwege barrierefrei sein. Der ÖPNV, z.B. die M5 in Hohenschönhausen, muss besser getaktet werden. Die Hohenschönhausener*innen haben ein Recht darauf, ihre Arbeit und Freizeitangebote in der ganzen Stadt besser zu erreichen und hier hilft am besten eine U-Bahn-Linie. ich setze mich für diese Linie ein. Die Tram ist dem Personenverkehr nicht mehr gewachsen.

Straßen befreien für mehr Platz

Alle Menschen sollten die Möglichkeit bekommen, auf ein Auto zu verzichten. Dafür müssen wir die Voraussetzungen schaffen. Dann müssen nur noch Personen ein Auto nutzen, die es auch wirklich benötigen. So entsteht mehr Raum auf den Straßen, den alle nutzen können. Dazu gehört auch mehr Platz für den Wirtschaftsverkehr, den Lichtenberg braucht, um erfolgreich zu sein. In der Herzbergstraße sollten wir das Parken beschränken, sodass Wirtschaftsverkehr und Tram freie Bahn haben. Das stärkt den pulsierenden Gewerbekiez im Herzen Lichtenbergs. Gleichzeitig kann Lichtenberg Testgebiet für Projekte zur Modernisierung der Logistik werden. Ähnlich dem Citylog-EU-Projekt, in dem der innerstädtische Güterverkehr effizienter und klimagerechter gestaltet wird.

Für die Lichtenberger*innen die Straßen und Plätze vor der Tür zum Ausflugsziel Nummer 1 machen.

Mehr Platz bleibt so auch für Begegnungen. Mit der angesprochenen Belebung von Plätzen, der Reduzierung von Fahrspuren, zum Beispiel auf der Frankfurter Allee, und dem Umlenken von Verkehr schaffen wir Begegnungsräume. Wie in Spanien können Superblocks bei uns in Lichtenberg die Menschen zusammenbringen und den städtischen Raum beleben.

Junge Sozialisten in der SPD