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Rot-Grün-Rot – die Alternative für Berlin?

Der Berliner Senat hat gerade Halbzeitbilanz gezogen. Ebenso die Opposition. Allmählich richten sich die Blicke auf die Wahlen 2016 und es stellt sich die Frage, wie Berlin danach sozialer, ökologischer und weltoffener werden kann. Wäre mit Rot-Grün-Rot ein solches Projekt möglich? Mit einer Regierungsoption die bislang noch nirgendwo umgesetzt worden ist?

In einer offenen Debatte wollen wir die Chancen und die Herausforderungen beleuchten, die sich für ein solches Bündnis ergeben würden:

Was trennt und verbindet SPD, GRÜNE und Die Linke? Und was sind die politischen Schlüsselprojekte, mit denen eine neue Regierung einen wahrnehmbaren Unterschied machen und Berlin voranbringen könnte?

Es debattieren…

Anja Kofbinger, MdA stellv. Fraktionsvorsitzende (B90/Grüne)

Katina Schubert, Politische Geschäftsführerin (Die LINKE)

Kevin Kühnert, Vorsitzender (Jusos Berlin)

Katrin Lompscher, MdA, Stellv. Fraktionsvorsitzende (Die LINKE)

Katrin Schmidtberger, MdA, Sprecherin für Mietenpolitik und soziale Stadt (B90/Grüne)

Daniel Buchholz, MdA (SPD)

… und natürlich alle anderen, die etwas zum Thema zu sagen haben!

Wann: Mittwoch, 30.04.2014, 20.00 Uhr

Wo: Jugendkulturetage Mosaik, Oranienstrasse 34, 10999 Berlin (Hinterhaus)

Wir freuen uns auf eine spannende Debatte!

Positionspapier: Für eine linke Reformperspektive

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses bei der Bundestagswahl hat sich die SPD in den vergangenen Monaten gut aufgestellt. In den Verhandlungen mit der Union über eine Koalition konnten, gemessen an den bestehenden Mehrheitsverhältnissen, viele sozialdemokratische Ziele durchgesetzt werden. Maßgeblich beigetragen zur guten Verhandlungsposition hat die richtige Entscheidung die Mitglieder zu den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen zu befragen. Es ist uns damit gelungen, einen Prozess in Gang zu setzen, der nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch viele Menschen außerhalb unserer Partei an der Diskussion über das Für und Wider einer großen Koalition beteiligt hat. Unsere Mitglieder hatten das letzte Wort. Die SPD hat gezeigt, wie Parteien auch im 21. Jahrhundert der Ort sein können, an dem die zentralen politischen Debatten über gesellschaftliche Zukunftsfragen geführt werden. Sie können es dann sein, wenn Beteiligung nicht nur vorgespielt wird, sondern die Mitglieder ein konkretes Mitentscheidungsrecht haben.

Die Mitglieder der SPD haben sich mit deutlicher Mehrheit und aus den unterschiedlichsten Gründen für den Koalitionsvertrag ausgesprochen. Gleichzeitig hat aber auch rund ein Viertel der Mitglieder mit Nein gestimmt. Auch und gerade für diese Mitglieder muss die SPD weiterhin politische Heimat bleiben. Wir werden dafür sorgen, dass das so bleibt! Aber auch bei denjenigen, die zugestimmt haben, muss für diese Zustimmung immer wieder neu geworben werden.

Die positive öffentliche Wahrnehmung zum Ende des Jahres 2013 darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass wir unsere Wahlziele bei der Bundestagswahl verfehlt haben. Schlimmer noch: Diese Wahl hat zum zweiten Mal in Folge deutlich gemacht, dass es derzeit keine linke gesellschaftliche Mehrheit gibt. Damit können und dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Aus den Ursachen müssen Konsequenzen gezogen werden. Die SPD muss als linke Volkspartei den Anspruch haben, nicht nur selbst die Regierung zu führen, sondern in und mit einem progressiv-linken Reformbündnis Mehrheiten für eine fortschrittliche Politik zu bilden. Dafür müssen in den kommenden vier Jahren die Weichen gestellt werden: In der Regierungsarbeit. In der programmatischen und organisatorischen Aufstellung der Partei. Und in der strategischen Bildung einer progressiv-linken Reformbewegung.

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