Schlagwort-Archiv: Bündnis für Demokratie und Toleranz

Der Weitlingkiez ist bunt und zeigt sich offen für kulturelle Vielfalt

Am 14.06. lud das Lichtenberger Bündnis für Demokratie und Toleranz zum Pressegespräch. Eingeladen waren der Bezirksbürgermeister Andreas Geisel und die mobile Beratung gegen Rechtsextremismus (mbr). Vertreten wurde das Bündnis durch Kevin Hönicke und Grund der Einladung zum Pressegespräch war, dass seit über einem Jahr einen Ladengeschäft in der Lückstraße 58 durch Rechte besetzt ist. Im März 2011 hat sich der Deckverein „Sozial engagiert in Berlin e.V.“ in den Laden eingemietet. Der Vermieter dachte, dass sich ein sozial interessierter Verein bei ihm eingemietet hatte und er war froh, dass er seinen Laden sogar für einen guten Zweck vermieten konnte. Doch dem war nicht so. Einer der Vorsitzenden des Vereins ist Sebastian T. und er ist Mitglied im Landesvorstand der NPD-Berlin. Als der Vermieter mitbekam, wer da seine Räume nutzt, kündigte er sofort den Mietvertrag. Doch der Verein zog bis heute, und mittlerweile fast ein Jahr nach der Kündigung, nicht aus. Die Räumungsklage liegt dem Gericht vor! Ausführliche Informationen rund um die Lückstraße sind in dem Artikel aus der Motiv Rechts 3 zu entnehmen. Er ist hier zu finden. Lückstraße 58 in der Motiv Rechts 3.

Die mobile Beratung gegen Rechts  stellte eindeutig fest, dass durch den Laden nur in Form von Beschmierungen aktiv in den Kiez gewirkt wird. Auch Vorfälle wie Bedrohungen und Beschimpfungen, die mit Gästen des Ladens in Verbindung gebracht werden, können benannt werden. Es handelt sich aber nicht um ein sogenanntes „Jugendzentrum der Rechten“ und es findet kein öffentliches Werben durch diesen Laden statt. In Gegenteil, der Laden ist verschlossen und man kann von außen nicht in den Laden schauen. „Die Rechten verstecken sich in diesem Laden!“

Auch durch Berichten des Kant-Gymnsaiums, welches direkt neben dem Laden in der Lückstraß 58 liegt, wird deutlich, dass sich keiner der Schülerinnen und Schüler durch den Laden angeworben fühlt und alle Mitglieder des Kant-Gymnasiums diesen Laden ablehnen. Gerade als Schule ohne Rassismus arbeitet das Kant-Gymnasium aktiv gegen solche Strukturen und die Schülerschaft ist im Sinne der Aufklärung sehr aktiv. An der Schule hat sich ein Bündnis bestehen aus Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer und der Elternschaft gegründet, welches informiert und Aufklärung betreibt.

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