***NEU*** Kein Verkauf von Thor Steinar Kleidungsstücken im Ring- und Lindencenter

Die Jusos-Lichtenberg stellen sich offen gegen den Verkauf von Thor Steinar Kleidungsstücken im Lichtenberger Ring-Center sowie im Lindencenter. Das Geschäft Doorbreaker verkauft, wie kürzlich bekannt geworden, die rechtsextreme Marke Thor Steinar in seinen Verkaufsräumen. Auf der Internetseite von Doorbreaker wird Thor Steinar als Bezugsquelle beworben. Auch Thor Steinar verweist seinerseits auf das Ladengeschäft im Ringcenter. Die Kleidungsmarke ist bei Rechtsextremen sehr beliebt und dient als Erkennungssymbol innerhalb der rechtsextremen Szene.

„Wir dulden es nicht, dass in Lichtenberg ganz offen rechtsextreme Marken an Neonazis verkauft werden und fordern das Centermanagement des Ring-Centers auf, den Verkauf unverzüglich zu unterbinden“, so Anne Meyer, Vorsitzende der Jusos-Lichtenberg. Die Jusos-Lichtenberg, Jugendorganisation der SPD, verlangen notfalls, Doorbreaker den Mietvertrag zu kündigen. „Wer Thor Steinar verkauft, leistet den Rechtsextremen Vorschub!“ so Stefan Unger, ebenfalls Vorsitzender der Jusos-Lichtenberg.

Die Kleidungsmarke Thor Steinar wurde 2002 in Königs Wusterhausen gegründet und wird vom Brandenburger Verfassungsschutz beobachtet. Thor Steinar ist in der militanten rechtsextremen Szene weit verbreitet und dient als Erkennungsmarke. Außerdem gibt es zahlreiche Belege, dass in der Firma selbst Neonazis arbeiten und Kontakte zur rechtsextremen Szene gepflegt werden, auch wenn deren Besitzer dies abstreiten. So wechselte Thor Steinar 2004 sein ursprüngliches Logo, nachdem ein Gericht feststellte, dass es der Todesrune und Wolfsangel ähnelte. Diese wurden während des Dritten Reiches unter Anderem von der Waffen-SS genutzt.

Anne Meyer und Stefan Unger

11 Gedanken zu „***NEU*** Kein Verkauf von Thor Steinar Kleidungsstücken im Ring- und Lindencenter“

  1. Nach aktuellen Informationen hat das Management des Ring-Centers dem Ladengeschäft Doorbreaker den Mietvertrag bereits seit längerem gekündigt und inzwischen eine Räumungsklage beim Landgericht Berlin eingereicht.

    Wir Jusos sollten die Vorgänge weiter verfolgen. Außerdem sollten wir auch im Lindencenter in Hohenschönhausen unsere Forderungen stellen, so dass Thor Steinar Klamotten aus den Regalen des Ladens verschwinden.
    Wir haben viel Aufmerksamkeit erreicht – jetzt ist es Zeit, einzufordern.

  2. hallo schublandendenker
    es ist wirklich erschreckend wie manche leute denken…nazis tragen das und jenes also am besten alles verbieten, mal nebenbei bemerkt tragen nazis auch levis – jeans also stellt euch doch vor alle jeansläden und fordert euer recht ein!?
    nazis trinken kaffee—>also stellt euch vor kaffeeläden und fordert den verbot von kaffee!!!
    na merkt ihr was?
    klingt ziemlich unlogisch?
    ja in der tat es ist unlogisch, also lasst diesen schwachsinn einfach sein!
    es gibt weitaus wichtigeres im leben!!

  3. Bürgerinnen und Bürger über Erkennungmerkmale der Nazis zu informieren ist kein Schwachsinn, genauso wie das Eintreten und Aufstehen gegen rechtsradikales und rechtsextremes Gedankengut nichts Unwichtiges ist, wie du es darstellst. Neonazis benutzen viele Symbole und Erkennungszeichen. Mit dem Kaffeevergleich ziehst du zivilgeselschaftliches Engagement allerdings durch den Dreck. Ich brauche hier, denke ich, nicht viel über die Marke “Thor Steinar” schreiben, dass sie sich ursprünglich verbotener, in der rechten Szene sehr beliebter Symbolik bedient hat, usw. . Erwähnen werde ich aber doch, dass sich Mediatex, in vollem Wissen, eben jene Erkennungssymbole zu produzieren, nie von Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus, Ausländerfeindlichkeit und vielen anderen Dingen distanziert hat. Damit wäre ein Symbol entzaubert und wir hätten den Platz für rechtes Gedankengut wieder ein Stück eingeschränkt.

  4. Heute in der Berliner Zeitung,
    ein Teilerfolg für die Jusos-Lichtenberg

    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0313/berlin/0096/index.html

    NACHRICHTEN
    Kein Thor Steinar mehr im Ring Center
    Eva Dorothée Schmid

    Bei “Doorbreaker” im Ring Center an der Frankfurter Allee in Lichtenberg wird es nicht mehr lange Kleidung der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar geben. Das Landgericht hat gestern der Räumungsklage gegen das Geschäft stattgegeben. Die ECE, die das Ring Center betreibt, hatte die Klage eingereicht – allerdings nicht wegen des Verkaufs von Thor-Steinar-Klamotten, sondern weil die Inhaber Mietrückstände haben. Deshalb wurde ihnen bereits im August gekündigt. Sie können innerhalb eines Monats gegen das Urteil Revision einlegen. (eds.)

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