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	<title>Jusos-Lichtenberg &#187; Beiträge</title>
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	<description>Arbeitsgemeinschaft der Jusos in der SPD-Lichtenberg</description>
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		<title>Wir sind jung und brauchen das Geld</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 20:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
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		<description><![CDATA[von Kevin Hönicke
Während unser aller Vizekanzler und Außenminister über Hartz IV redet und über faule Arbeitslose meckert, erschien der siebte Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) welcher ein weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland aufzeigt. Von Armut betroffen und gefährdet sind dabei vor allem junge Menschen. Während Herr Westerwelle von „spätrömischer Dekadenz“ redet, zeigt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">von <em>Kevin Hönicke</em></p>
<p style="text-align: justify;">Während unser aller Vizekanzler und Außenminister über Hartz IV redet und über faule Arbeitslose meckert, erschien der siebte Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) welcher ein weiterhin hohes Armutsrisiko in Deutschland aufzeigt. Von Armut betroffen und gefährdet sind dabei vor allem junge Menschen. Während Herr Westerwelle von „spätrömischer Dekadenz“ redet, zeigt der Bericht des DIW, dass es „eine deutlich höhere relative Einkommensarmut als noch vor zehn Jahren“ gibt. ([1], Seite 2) „Rund 11,5 Millionen Menschen lagen mit ihrem verfügbaren Einkommen unter der nach EU-Vorgaben definierten Armutsrisikoschwelle – dies entspricht rund <strong><em>14 Prozent der Gesamtbevölkerung</em></strong>.“ (ebd.) Hierbei stellt der Bericht klar, dass vor allem Haushalte mit Kindern und jungen Erwachsenen besonders gefährdet seien und „Alleinerziehende mit Kindern im Alter bis zu drei Jahren einem weit überdurchschnittlichen Armutsrisiko von mehr als 50 Prozent“ unterliegen. (ebd.) In unserer Gesellschaft sind demnach vor allem junge Menschen und Alleinerziehende, was zum größten Teil Frauen sind, von Armut betroffen. Am wenigsten gefährdet von Armut sind nach dem Bericht Menschen im Alter von 46 bis 55 Jahren und für Rentner ist Armut kein aktuelles Problem (vgl. [1], Seite 3). Jedoch wird „Altersarmut in Zukunft vor allem in Ostdeutschland wieder eine größere Rolle spielen.“ (ebd.)</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-1010"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Was erschreckend für die neuen Bundesländer ist, ist die Tatsache, dass die Armutsrisikoquote in allen Beobachtungsjahren über den Wert von Westdeutschland lag. Somit ist gerade der Osten stärker (um 6 Prozentpunkte über den Vergleichswert für Westdeutschland im Bezug auf die Armutsrisikoquote) von Armut betroffen. Dies liege an der höheren Arbeitslosigkeit und dass „die Chancen alternative Einkommensquellen zur Deckung des Lebensbedarf heranzuziehen“ im Osten viel geringer seien.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade in einem Bezirk wie Lichtenberg, in welchem viele junge Menschen und Familien wohnen und leben, sollte so ein Bericht mit großer Sorge gelesen werden. Deshalb sollten wir uns als SPD Maßnahmen überlegen, wie dieser Trend gestoppt und umgekehrt werden kann. Somit besetzen wir zu Recht das Thema „Soziale Stadt“. Wir müssen die Ausbildung des Niedriglohnsektors und prekäre Beschäftigungsverhältnisse stoppen. Eine Einführung eines Mindestlohns ist genauso notwendig, wie die Neugestaltung unseres Sozialstaates, welcher für Menschen da ist und nicht, wie es Herr Westerwelle macht, Menschen, welche Hilfe benötigen, abstempelt als nutzlos und faul. In einem Staat wie unseren, in welchem sich die Gesellschaft durch Arbeit definiert, ist es für die meisten eine Qual Arbeitslos zu sein. Daher sollten wir neu überdenken, wie wir Menschen, welche in die Arbeitslosigkeit geraten, besser aus dieser heraushelfen und wie wir es verhindern können, Alleinerziehende in die Armut steuern zu lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielleicht hat Guido Westerwelle vergessen, dass er Vizekanzler <strong><em>aller</em></strong> Deutschen ist, dass er ein gewählter Vertreter von Starken und Schwachen, Armen und Reichen, aber auch von Arbeitssuchenden und Arbeitnehmern ist. Doch solange solche (Un-)Menschen regieren, müssen die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in unserem Land zeigen, welche Alternativen es gibt und wie ein gerechtes und soziales Leben in Deutschland weiterhin ermöglicht werden kann. Dazu brauchen wir keinen Herrn Westerwelle, dazu brauchen wir aber eine starke Sozialdemokratie. Dies gilt es deutlich zu machen, dass die SPD &#8211; als Volkspartei &#8211; alle Bürgerinnen und Bürger in Deutschland vertritt und nicht nur einzelne Klientele. Nur weil Einzelne etwas falsch machen, können wir nicht <strong><em>alle</em></strong> dafür verantwortlich machen. Es gibt auch Politiker, die untragbar sind, doch deswegen schaffen wir die Demokratie nicht ab. Wir sollten den Menschen eher zeigen, dass sich die Politik in einer Demokratie, wie unsere, sich für jeden Menschen einsetzt, wenn er Hilfe braucht und dabei können wir auf Politiker wie Westerwelle verzichten.</p>
<p>Quelle: [1] Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 7/2010</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Dieser Artikel spiegelt alleine die Meinung des Autors wieder und nicht die der Jusos-Lichtenberg.</p>
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		<title>Gedanken zu einem „besonderen“ Treffen</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 19:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[von Stefan Unger
Es ist eine historische Begebenheit. Zum ersten Mal halten israelische und deutsche Minister eine gemeinsame Kabinettssitzung in Deutschland ab. Dies ist ein politisches Ritual, das Deutschland nur mit sehr engen Freunden pflegt. Das erste Treffen beider Regierungen dieser Art wurde im Jahr 2008 veranstaltet, im Zuge dessen Bundeskanzlerin Angela Merkel als erste deutsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Stefan Unger</em></p>
<p>Es ist eine historische Begebenheit. Zum ersten Mal halten israelische und deutsche Minister eine gemeinsame Kabinettssitzung in Deutschland ab. Dies ist ein politisches Ritual, das Deutschland nur mit sehr engen Freunden pflegt. Das erste Treffen beider Regierungen dieser Art wurde im Jahr 2008 veranstaltet, im Zuge dessen Bundeskanzlerin Angela Merkel als erste deutsche Regierungschefin vor der Knesset gesprochen hat. Dieses Treffen, das ursprünglich für den November 2009 geplant, wegen einer Krankheit von Benyamin Netanyahu aber verschoben werden musste, fällt in eine Zeit, in der sich Experten zufolge der weitere Verlauf der Friedensverhandlungen zwischen Israel und den Palästina entscheiden wird. So scheint es ein notwendiges Übel, auch den Nahost-Friedensprozess auf die Tagesordnung des Treffens zu setzten, nach Themen wie Umweltkooperation und Kulturaustausch. Netanyahu hat seine wichtigsten Minister im Gepäck, allen voran Avigdor Liebermann (Äußeres) und Ehud Barak (Verteidigung). So geht es neben den „innovativen“ Themen auch um Fragen der israelischen Sicherheit, konkreter dem Verkauf zwei weiterer deutscher U-Boote (drei wurden bereits ausgeliefert) an die israelische Marine. An dieser Stelle beginnen sich, Fragenzeichen zu bilden. Werden die U-Boote etwa dazu benutzt, die Blockade des Gaza-Streifens fortzusetzten? Bewirkt das Liefern von militärischem Gerät die Entspannung des Konflikts? Fragen, deren Antworten von vielen Politikern sehnsüchtig erwartet werden und Antworten, die das Voranschreiten oder den  weiteren Stillstand der Friedensverhandlungen bedeuten können.<span id="more-971"></span></p>
<p>Bei den besonderen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland fällt oft das Schlagwort „Verantwortung“. Guido Westerwelle bspw. schrieb dazu bei seinem Antrittsbesuch in Israel in Yad Vashem, der Holocaust Gedenkstätte: „Die Verantwortung bleibt, die Freundschaft wächst.“ In einer Freundschaft sollte gleichzeitig das Vertrauen wachsen, sich gegenseitig zur Verantwortung mahnen zu können. Will Deutschland seinem Anspruch in der Welt gerecht werden und in der internationalen Politik eine größere Rolle spielen, könnte es diese besondere Freundschaft zu Israel auch zur Mahnung nach Verantwortung nutzen. Oft hat Frau Merkel die Palästinenser, Fatah, Hamas und auch andere, zum Teil noch radikalere Gruppen, zum Gewaltverzicht aufgerufen, dazu aufgefordert, Korruption zu bekämpfen und von Terrorstrategien gegen Zivilisten abzusehen. Sie hat eine nachhaltige Entwicklung von Institutionen gefordert, denn nur auf einem solchen Fundament kann ein zukünftiger Staat stehen. Was aber soll sie Israel gegenüber mahnen? Dass Frieden nur durch Kooperation gelingt? Dass illegaler Siedlungsbau und seine Konsequenzen die Basis der Verhandlung zerstören, nämlich einen palästinensischen Staat? Dass militärisches Drohen meist eskalierend wirkt? So wie Gemeinsamkeiten zu einer Freundschaft gehören, ist es die Fähigkeit zur Kritik, die sie zu einer Besonderen macht. In Verantwortung vor dem Frieden sind auch dies Punkte, die Kanzlerin Merkel ansprechen muss.</p>
<p><em>Der Artikel unterliegt der alleinigen Verantwortung des Autors und spiegelt nicht automatisch die Meinungen der Jusos Lichtenberg oder des Vorstands der Jusos Lichtenberg wider.</em></p>
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		<title>Überleben im Versteck in Malchow</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 00:06:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Meyer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Überleben im Versteck in Malchow]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Auf der Jusossitzung werde ich euch die Materialien, die wir beim letzten Treffen gesammelt haben, kopieren, sodass wir alle auf dem neusten Stand sind und hoffentlich gemeinsam beim nächsten Treffen teilnehmen können.
Wer es nicht zur Jusositzung schafft, aber dennoch interessiert ist kann sich auch bei mir melden (info(at)jusos-lichtenberg.de )
Das nächste Treffen wird am 13.Januar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-weight: bold; color: #ff0000;"> </span><br />
Auf der Jusossitzung werde ich euch die Materialien, die wir beim letzten Treffen gesammelt haben, kopieren, sodass wir alle auf dem neusten Stand sind und hoffentlich gemeinsam beim nächsten Treffen teilnehmen können.<br />
Wer es nicht zur Jusositzung schafft, aber dennoch interessiert ist kann sich auch bei mir melden (info(at)jusos-lichtenberg.de )</p>
<p>Das nächste Treffen wird am 13.Januar 2009 stattfinden. Die Adresse erhaltet ihr per Mail. Wer sie nicht erhalten hat,möge mir bitte kurz schreiben.</p>
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		<title>Anpacken!  Die letzte Woche vor dem Richtungsentscheid</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 14:06:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Junges Team]]></category>

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		<description><![CDATA[Frank Walter Steinmeier und Franz Müntefering haben es deutlich gesagt: „Die SPD hat Rückenwind und wir nehmen noch einmal volle Fahrt auf.“ Das gleiche gilt für das Junge Team Lichtenberg und Andreas Geisel. In der letzten Woche vor den wichtigen Bundestagswahlen am 27.09. werden wir noch einmal alles geben und an vielen Orten dieses Bezirkes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wahlkampf09.de">Frank Walter Steinmeier </a>und Franz Müntefering haben es deutlich gesagt: „Die SPD hat Rückenwind und wir nehmen noch einmal volle Fahrt auf.“ Das gleiche gilt für das Junge Team Lichtenberg und <a href="http://www.andreas-geisel.de">Andreas Geisel</a>. In der letzten Woche vor den wichtigen Bundestagswahlen am 27.09. werden wir noch einmal alles geben und an vielen Orten dieses Bezirkes präsent sein, damit wir möglichst viele Bürgerinnen und Bürger erreichen werden, um mit Ihnen über die Zukunft unseres Landes zu sprechen und zu diskutieren. Es geht bei dieser Wahl nicht einfach nur darum wie der nächste Bundestag aussieht, sondern vielmehr darum in welcher Richtung wir das neue Jahrzehnt starten. In eine soziale und menschenorientierte oder wie es schwarz-gelb vor hat, in eine Richtung in welcher nur das finanzielle zählt und wir den Rückschritt in eine vergangene Zeit erleben werden. Denn mit schwarz-gelb wird es kein Mindestlohn geben, es wird nicht am Atomausstieg festgehalten und es werden Themen wie Bildung und soziale Gerechtigkeit nicht ernsthaft behandelt.<br />
Damit es auch in Lichtenberg zu einem Fortschritt kommen kann, sollte Andreas Geisel in den Bundestag einziehen und daher bitten wir um jede Erststimme für Andreas Geisel. Frau Lötzsch zieht auf jeden Fall in den Bundestag ein, denn sie ist über die Landesliste abgesichert. Mit der Erststimme für Andreas Geisel könnten wir zwei Vertreter aus Lichtenberg im Bundestag erhalten. Daher Erststimme Andreas Geisel.<br />
<span id="more-857"></span><br />
Das Junge Team war gestern vor und nach unserer Wahlkampfsitzung im Bezirk unterwegs. Wir waren am Bahnhof Frankfurter Allee und am Abend noch in Hohenschönhausen. Auch wir haben gemerkt, dass die SPD Rückenwind hat und haben viele interessante Gespräche geführt, wo es nicht nur um Koalitionsfragen ging, sondern um die Zukunft unseres Landes und unseres Bezirkes. Darum geht es im Wahlkampf und wir werden auch in den letzten Tagen deutlich machen: „Deutschland kann mehr. Lichtenberg kann mehr. Daher am 27.09. SPD wählen!“  </p>
<p><a href="http://jusos-lichtenberg.de/wp-content/uploads/2009/09/image_079.jpg"><img src="http://jusos-lichtenberg.de/wp-content/uploads/2009/09/image_079-300x225.jpg" alt="" title="Wahlkampf Bahnhof Frankfurter Allee" width="300" height="225" class="alignnone size-medium wp-image-858" /></a></p>
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		<title>Lichtenberg kann mehr</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 16:55:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[von Kevin Hönicke
Es stehen die letzten Wochen vor der Bundestagswahl an. Viele Millionen Bürgerinnen und Bürger sind am 27.09. dazu aufgerufen, über die Zukunft unseres Landes zu entscheiden. Diese Entscheidung sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen und jeder oder jede sich bewusst sein, dass jede Stimme gleich wichtig ist. Daher sollte man die Wahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Kevin Hönicke</em></p>
<p>Es stehen die letzten Wochen vor der Bundestagswahl an. Viele Millionen Bürgerinnen und Bürger sind am 27.09. dazu aufgerufen, über die Zukunft unseres Landes zu entscheiden. Diese Entscheidung sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen und jeder oder jede sich bewusst sein, dass jede Stimme gleich wichtig ist. Daher sollte man die Wahl wahrnehmen, ob nun durch Briefwahl, Wahl im Bürgeramt oder durch einen Sonntagsspaziergang zum Wahllokal.<br />
Die SPD hat gezeigt und beweist es jeden Tag neu, dass sie viele gute Visionen für die Zukunft von Deutschland hat. Für diese kämpft sie jetzt und auch nach der Bundestagswahl. Es wird auch jeden Tag deutlicher, dass Schwarz-Gelb, also eine Koalition aus CDU/CSU und FDP eine schlechte Wahl für Deutschland wäre, da dann weiter an Atomkraft festgehalten wird und Themen wie Bildung, Mindestlohn und Soziales in den Hintergrund rücken. <span id="more-781"></span>Selbst in der Krise gibt es dann nur ein weiter so! Daher wäre es für Deutschland von Vorteil, wenn der nächste Bundeskanzler Frank-Walter-Steinmeier heißt. Denn er und die SPD haben die richtigen Antworten auf so viele Fragen unserer Zeit.<br />
Aber auch in Lichtenberg darf es kein weiter so geben, denn bis jetzt ist Lichtenberg im Bundestag nicht vertreten. Außer wenn wir von Besucherführungen durch den Bundestag reden. Andreas Geisel hat in vielen Jahren gezeigt, was er für diesen wunderschönen Bezirk erreichen kann. Er packt an und nimmt seine Arbeit ernst. Dies wird er weiter machen, aber er kann mehr erreichen, wenn er im Bundestag ist. Lichtenberg kann mehr! Deutschland kann mehr! Wir müssen dran glauben und Andreas G. wird auch in den nächsten Tagen weiter im Bezirk unterwegs sein, sodass jeder mit ihn über unsere Zukunft reden kann. Nehmen wir unsere Zukunft ernst und seien wir uns bewusst, was unsere Stimme am 27.09.  bedeuten kann. Verschenken wir sie nicht!</p>
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		<title>2009 – Jahr der Jubiläen</title>
		<link>http://jusos-lichtenberg.de/allgemein/beitrage/2009-%e2%80%93-jahr-der-jubilaen</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Mar 2009 07:24:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[2009 ist ein hochpolitisches Jahr. Die Weltfinanzkrise harrt ihrer Lösung, und die SPD muss die Wählerinnen und Wähler in Europa- und Bundestagswahl davon überzeugen, dass unser Politik- und Gesellschaftsentwurf einen besseren Ausweg aus der Krise bietet als ein von Konservativen und Liberalen dominiertes Europa.
Die SPD ist besser für Europa – nicht nur, weil wir die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2009 ist ein hochpolitisches Jahr. Die Weltfinanzkrise harrt ihrer Lösung, und die SPD muss die Wählerinnen und Wähler in Europa- und Bundestagswahl davon überzeugen, dass unser Politik- und Gesellschaftsentwurf einen besseren Ausweg aus der Krise bietet als ein von Konservativen und Liberalen dominiertes Europa.<br />
Die SPD ist besser für Europa – nicht nur, weil wir die richtigen Ideen für die Regulierung des Weltfinanzsystems haben. Sondern auch aufgrund unserer europäischen Tradition. <span id="more-462"></span>Wir Sozialdemokraten waren die ersten, die die Forderung nach der Bildung der „Vereinigten Staaten von Europa“ in ihrem Parteiprogramm verankerten – bereits 1925, im Heidelberger Programm. Auch im Godesberger Programm, dessen fünfzigstes Jubiläum wir dieses Jahr begehen, waren wir den Konservativen mehrere Schritte voraus. Der einseitigen Westbindung der Bundesrepublik unter Konrad Adenauer setzte die SPD die „Einbeziehung ganz Deutschlands in eine europäische Zone der Entspannung“ entgegen. Damit nahm die SPD programmatisch das vorweg, wogegen sich die Konservativen noch zehn weitere Jahre sperrten: Die Öffnung der Bundesrepublik und Westeuropas zum kommunistischen Osten, die schließlich Willy Brandt in die Tat umsetzte.<br />
Dies ist das zweite Jubiläum, auf das wir Sozialdemokraten in diesem Jahr zurecht stolz sein können: Der Amtsantritt des europäischsten aller Bundeskanzler jährt sich zum vierzigsten Mal. Brandts Verdienste um die neue Ostpolitik sind unbestritten. Weniger bekannt ist, dass er, der während des Dritten Reichs zwölf Jahre im skandinavischen Exil lebte, sich auch in hohem Maße um die europäische Einigung verdient gemacht hat. Auf Brandts Drängen hin wurde der Integrationsprozess Ende der Sechziger Jahre wieder in Gang gebracht und die Gemeinschaft 1973 zum ersten Mal erweitert. Mehr noch: Bereits während seiner Kanzlerschaft trat Brandt für eine Stärkung der europäischen Institutionen und eine Direktwahl des Europäischen Parlaments ein.<br />
Es ist folglich auch einem sozialdemokratischen Bundeskanzler zu verdanken, dass wir 2009 auch ein europäisches Jubiläum feiern können: Vor dreißig Jahren wurde das Europäische Parlament zum ersten Mal direkt gewählt, und seitdem hat es seinen Einfluss, seine Mitwirkungs- und Kontrollrechte beständig erweitert.<br />
Als Sozialdemokraten sollten wir nicht vergessen, dass unsere Partei eine lange europäische Tradition hat und dass wir an der Erfolgsgeschichte der europäischen Integration einen großen Anteil haben. Schließlich müssen wir in den anstehenden Wahlen deutlich machen, warum wir besser für Europa sind: Weil nur mit einer linken Mehrheit in Europaparlament und Bundestag Europa endlich auch sozial gerecht gestaltet wird.</p>
<p><em>von Henning</em></p>
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		<title>2009 &#8211; 2 Wahlen für Europa?</title>
		<link>http://jusos-lichtenberg.de/berichte/2009-2-wahlen-fur-europa</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Feb 2009 16:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>

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		<description><![CDATA[
Auf Einladung von Dagmar Roth-Behrendt nahmen drei Lichtenberger Jusos vom 16. bis 19. Februar an einer Bildungsfahrt nach Brüssel teil. Zusammen mit etwa dreißig anderen Berliner Genossinnen und Genossen verlebten wir vier Tage voller angeregter Diskussionen in der Hauptstadt Europas. Ziel der Fahrt war es, sich gegenseitig kennenzulernen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://jusos-lichtenberg.de/wp-content/uploads/2009/02/img_0081.jpg"><img src="http://jusos-lichtenberg.de/wp-content/uploads/2009/02/img_0081-300x225.jpg" alt="" title="europäisches Parlament" width="300" height="225" class="alignleft size-medium wp-image-407" /></a></p>
<p>Auf Einladung von Dagmar Roth-Behrendt nahmen drei Lichtenberger Jusos vom 16. bis 19. Februar an einer Bildungsfahrt nach Brüssel teil. Zusammen mit etwa dreißig anderen Berliner Genossinnen und Genossen verlebten wir vier Tage voller angeregter Diskussionen in der Hauptstadt Europas. Ziel der Fahrt war es, sich gegenseitig kennenzulernen und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den bevorstehenden Europawahlkampf zu schulen und zu vernetzen.<br />
<span id="more-404"></span><br />
Im Mittelpunkt der Debatten mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments sowie mit Vertretern der Berliner SPD standen Themen und Instrumente der Wahlkampfführung. Rüdiger Scholz und Hannes Hönemann vom Berliner Landesverband stellten die vier Phasen des Wahlkampfs 2009 vor und luden uns ein, gemeinsam neue Ideen für den Wahlkampf zu finden. Notwendig sei vor allem die Mobilisierung von SPD-Wählerinnen und -Wählern im „Wartestand“ und eine große Schlussoffensive, da sich ein Viertel der Wählerinnen und Wähler erst am Wahlwochenende entscheide.<br />
Klaus Hänsch, der bereits 1979 ins erste direkt gewählte Europäische Parlament einzog, betonte die Bedeutung einer sozialdemokratischen Mehrheit im Europäischen Parlament, da nur so auch eine SPD-geführte Bundesregierung eine sozialdemokratische Wirtschaftspolitik betreiben könne. Voraussetzung für einen Erfolg bei beiden Wahlen sei eine stabile und glaubwürdige Parteispitze. Die gesamte Partei müsse das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler zurückgewinnen, nicht nur die Wahlkämpfer.<br />
Höhepunkte der Fahrt waren zweifellos die Gespräche mit Dagmar Roth-Behrendt und Martin Schulz.<a href="http://jusos-lichtenberg.de/wp-content/uploads/2009/02/img_0079.jpg"><img src="http://jusos-lichtenberg.de/wp-content/uploads/2009/02/img_0079-300x225.jpg" alt="" title="roth-behrendt_schulz" width="300" height="225" class="alignright size-medium wp-image-409" /></a> Dagmar machte deutlich, dass das Europäische Parlament eine vollwertige Volksvertretung  ist und im Alltag entscheidende Bedeutung hat. Vor allem in den Bereichen Umwelt und Verbraucherschutz habe das Europäische Parlament ein Mitbestimmungsrecht. Für den Wahlkampf sei es wichtig, die positiven Auswirkungen der EU für jeden einzelnen hervorzuheben. Vor allem sei es nötig, eine möglichst große Bürgernähe herzustellen.<br />
Das Gespräch mit Martin Schulz sorgte noch einmal für eine große Motivation bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Er forderte, den Wahlkampf auf eine Auseinandersetzung zwischen Konservativen und Sozialdemokraten zuzuspitzen, um die konservativ-liberale Mehrheit in Kommission, Rat und Europaparlament zu brechen. Das Jahr 2009 hält bei näherem Hinsehen zwei Europawahlen bereit. Nachdem im Juni die Abgeordneten zum Europaparlament von den Bürgerinnen und Bürgern direkt gewählt werden, ist auch die Wahl zum Deutschen Bundestag mit einem Kreuz bei der SPD ein Ja zu einer sozialdemokratischen Zukunft der EU. Europa genieße momentan vor allem deshalb kein gutes Ansehen, weil es falsch präsentiert werde, so Martin Schulz. Es komme folglich darauf an, deutlich zu machen, wie die Sozialdemokratie die europäische Integration besser voranbringen und sozialer gestalten kann.<br />
Den Abschluss dieser Bildungsfahrt bildete ein Besuch einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments, wo wir das Glück hatten, in Anwesenheit von Javier Solana und Benita Ferrero-Waldner einer Aussprache über den Gaza-Konflikt beizuwohnen.</p>
<p><em>Von Anne, Henning und Stefan</em></p>
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		<item>
		<title>Leserbrief zum Thema NPD Verbot in der Berliner Zeitung</title>
		<link>http://jusos-lichtenberg.de/berichte/leserbrief1</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jan 2009 20:33:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Berichte]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Leserbrief an die Berliner Zeitung spricht sich unser Mitglied Erik Gührs für einen NPD-Verbot aus und widerspricht damit einem Leitartikel von Christian Bommarius. Ein NPD-Verbot kann nur ein Teil der Strategie gegen Rechtsextremismus sein und muss in erster Linie politisch und nicht juristisch geführt werden. Ein Verbot würde die NPD und deren Mandatsträger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Leserbrief an die Berliner Zeitung spricht sich unser Mitglied Erik Gührs für einen NPD-Verbot aus und widerspricht damit einem Leitartikel von Christian Bommarius. Ein NPD-Verbot kann nur ein Teil der Strategie gegen Rechtsextremismus sein und muss in erster Linie politisch und nicht juristisch geführt werden. Ein Verbot würde die NPD und deren Mandatsträger von Wahlkostenerstattung und Diäten ausschließen und damit die rechtsextremen Infrastruktur schwächen. Der Leserbrief wurde am 03. Januar veröffentlicht.<br />
<span id="more-331"></span><br />
Sehr geehrter Herr Bommarius,</p>
<p>in Ihrem Leitartikel sprechen Sie sich gegen ein NPD-Verbot aus und führen aus, dass dies im Kampf gegen Rechtsextremismus nicht ausreiche und man sich nicht darauf zurückziehen dürfe. Ein NPD-Verbot ist aber nur ein Teil der Strategie gegen Neo-Nazis. Ein Verbot der NPD würde ihre Infrastruktur aber entscheidend beschneiden und den organisierten Rechtsextremismus von Wahlkostenerstattung ausschließen und ihre Mandatsträger würden nicht mehr vom Staat, den sie bekämpfen, finanziert werden.</p>
<p>Niemand darf und wird sich aber auf der Verbotsdebatte ausruhen.<br />
Zahlreiche Bürgerinitativen, die sich vor Ort gegen Rechtsextremismus, für Demokratie und Vielfalt engagieren unterstreichen das. Der Staat finanziert zahlreiche Programme, sicherlich könnten es mehr sein, gegen Rechtsextremismus, darunter Beratungen für Opfer rechtsextremer Gewalt, Aussteigerprogramme, Programme zur Stärkung lokaler Zivilgesellschaft, um nur einige zu nennen. Viele Kommunen haben sich lokale Aktionspläne gegen Rechtsextremismus, für Demokratie, Vielfalt und Toleranz gegeben und sich damit selbst verpflichtet, das Thema unablässig zu verfolgen.</p>
<p>Sie schreiben weiter, dass ein NPD-Verbotsverfahren derzeit keinen Erfolg habe. Sie schreiben aber nicht, ob die Partei nun verboten gehört oder nicht. Eine NPD-Verbotsdebatte darf nicht geführt werden, indem spekuliert wird, ob ein Verbot Erfolg haben wird oder nicht. Mit solch einer Diskussion schränken wir uns nur selbst in unserem Denken und Handeln ein. Zuerst muss doch einmal geklärt werden, ob man dies Partei für verfassungswidrig hält oder nicht.</p>
<p>Die NPD ist in Fraktionsstärke in das Kommunalparlament von Lichtenberg eingezogen und allein schon die Äußerungen ihrer Vertreter dort belegen, in welchem Maße diese Partei verfassungswidrig ist. So forderten sie ein Fünf-Punkte-Programm zur Ausländerrückführung, die Umbenennung des Anton-Saefkow-Platzes in Waldemar-Pabst-Platz, Waldemar Pabst veranlasste 1919 die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts. Sie sprechen in Zusammenhang von Integration von biologischer Kriegsführung und Völkermord und bezeichnen alle als Verbrecher, die diesem Konzept zustimmen.</p>
<p>Ich sage Ihnen ganz klar: Ja, die NPD ist eine verfasungswidrige Partei und deswegen gehört sie verboten!</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Erik Gührs</p>
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		<title>Ole Kreins bereichtet vom Bundeskongress der Jusos in Weimar 10-12.Oktober 2008</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 16:35:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Meyer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<!--more-->Lichtenberg stellt dieses Jahr gleich 2 Delegierte (Ole Kreins und Anne Meyer) für den Bundeskongress 2008 der Jusos. 
Ole berichtet Ereignisse von Freitag und Samstag. 

Anne Meyer]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lichtenberg stellt dieses Jahr gleich 2 Delegierte (Ole Kreins und Anne Meyer) für den Bundeskongress 2008 der Jusos.</p>
<p>Ole berichtet über die Ereignisse von Freitag und Samstag. </p>
<p><em>Anne Meyer</em></p>
<p><span id="more-199"></span></p>
<p>Liebe Genossinnen und Genossen!<br />
Dieser Tage hat man es nicht wirklich schwer eine überzeugte Jungsozialistin oder ein überzeugter Jungsozialist zu sein.</p>
<p>Die globale Bankenkrise ist eingetreten. Die Bankenkrise ist auch eine Gesellschaftskrise.<br />
Die Jusos haben die Gesellschaftskrise schon auf vielen Bundeskongressen zum Thema gemacht und die Mutterpartei gemahnt, eine Mutterpartei, der die Jusos kritisch, aber konstruktiv gegenüberstehen. Das merkt man an den Reaktionen auf Arbeitsminister Olaf Scholz oder Generalsekretär Hubertus Heil. Die Aussprachen nach deren Reden sind heftig, direkt und schonungslos.<br />
Die Genossen Minister und Generalsekretär reden in Versatzstücken, Phrasen, die man beliebig hinter einander reihen könnte. „ Aktive Arbeitsmarktpolitik gehört zur sozialdemokratischen Arbeitsmarktpolitik“ sagt Olaf, und „Die Devise &#8216;Fordern und Fördern&#8217; zählt immer noch“. Als forsche Jusos die Ausbildungsplatzabgabe fordern, muss Genosse Olaf schmunzeln. Als diese fordern, die Möglichkeit der 100%igen Streichung des ALGII für U25 zurückzunehmen, da schweigt er. Als diese anmerken, dass auch Rot-Grün die prekären Arbeitsverhältnisse mit den Personalserviceagenturen noch gefördert habe, schaut er teilnahmslos gen Publikum. Einige klatschen, aber eben nicht alle.<br />
Es folgt die Ausbildungsplatzabgabe. Olaf wirbelt mit den Armen und schaut mir direkt ins Auge, denke ich. Hauptschulabschluss nachholen! Mitbestimmungsrechte und Vollbeschäftigung. Ob er mir ins Auge schauend merkt, was ich denke? Ich schaue auf meine Hände und sage zu ihnen, ihr müsst bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Olaf ist fertig und bekommt noch einen &#8216;Pfälzer Roten&#8217; von unserer Bundesvorsitzenden Franziska Drohsel. </p>
<p>Meine Hände hämmern weiter auf der Tastatur meines Laptops. „Akademische Schreibarbeit ist ja gangbar.“ Auch so &#8216;ne Phrase. Die Genossin links neben mir ist Landesvorstandsmitglied und kommt aus Reinickendorf. Sie schaut Olaf Scholz per Lifestream in bunt und muss sonst immer meine Kommentare ertragen. Unter http://www.jusos.de ist der Stream zu finden.</p>
<p>Dort findet sich auch das Antragsbuch. Es hat knapp 400 Seiten und wird fortlaufend durch noch mehr Papier ergänzt. Mein Aktenordner füllt sich. Manchmal steht nur ein Satz auf einem Blatt Papier. Die dringend benötigten Locher arbeiten sich heiß. Ich schätze wir kommen auf knapp 700 Blatt, teils beidseitig.(Anm. Anne: Es sind ungefähr 930 Seiten) Soviel lesen kann man natürlich nicht. Es wird eben arbeitsteilig organisiert.</p>
<p>Weimar hat sich herbstlich schön gemacht, die Architektur ist bekannt, das Laub ist bunt und weht durchs Städtchen. Das Zwiebelfest kommt hinzu. Weimar ist voller Menschen &#8211; gestern Abend waren viele Weimarer einfach nur noch voll.<br />
Als wir so gegen 23 Uhr Freitag die Antragsbücher schließen und die Redeliste beenden, ist zwar noch etwas los in der Stadt, aber viele Trinker haben einfach schon zehn Stunden Vorsprung. Den Wettbewerb will ich nicht mitmachen.<br />
Bisher ist mir auch noch von keiner Genossin und keinem Genossen ein Ausfall bekannt. Aber schließlich sind wir dreihundert Delegierte hier.<br />
Den Großteil stellt der Landesverband NRW mit 65 Delegierten, das ist schon ein Pfund, 33 Bayern und 19 Berlinerinnen und Berliner. Ach ja, da gibt es noch zwei Landesverbände, die grundsätzlich immer an anderen Stellen klatschen. Die HamburgerInnen und die Delegation aus Baden Württemberg. </p>
<p>Ich höre Sätze wie „Arbeitslose sollten gefälligst Lust auf Arbeiten bekommen“, „Im Ländle fehlen Ingenieure im technischen Bereich“, … „Man müsse nur die letzten Schlafenden wecken“, &#8230; „Die Sanktionen sind notwendig!“. Ich rufe empört dazwischen, dass sie doch mit der Arbeit zu uns kommen könnten!</p>
<p>Freudig begrüßt worden bin ich von Philipp Garanin. Er ist in der Hochschulgruppe in Jena und dort Sprecher. Ein Karlshorster Export. Import gab es ja auch. Er war bei uns Lichtenberger Jusos aktiv. Papier austeilend und in Verantwortung für die Auslage der vielen tausend Änderungsanträge, schlägt er sich wacker, obwohl oftmals am Rande der Erschöpfung. Es ist schön, ihn nach langer Zeit wieder zu sehen.</p>
<p>Eines noch zum Ort Weimar, Buchenwald. Das Konzentrationslager hatte ungefähr 250.000 Gefangene, Gefolterte und 56.000 Tote, darunter 11.000 Juden. Viele politische Gefangene. Unsere Herberge liegt etwas außerhalb des Stadtbereichs auf dem Ettersberg. Eigentlich müsste das Konzentrationslager auch Ettersberg heißen. Denn es liegt Luftlinie vielleicht 500 Meter von unserer Herberge entfernt, eingebettet in ein Wäldchen. Weimar hatte 1939 ungefähr 65.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In Buchenwald waren über die Jahre 250.000 Menschen gefangen. Keiner in Weimar wollte was gemerkt haben.</p>
<p>Weil wir bisher keine Zeit in Weimar hatten, die Gedenkstätte zu besuchen und nur eine Gedenkminute abzuhalten, gehe ich auf die Webseite der Gedenkstätte und schaue mir die Dokumentationen der Grausamkeiten deutscher Geschichte an. Ich sehe eine getarnte Genickschussanlage, in Form einer an der Wand installierten Messlatte zur Körperhöhenmessung, an der sich durch einen kleinen Raum ein Schütze von hinten an das ahnungslose Opfer nähert und durch eine ungeahnte Lucke von hinten ins Genick schießt. Ich sehe ein Krematorium, in die verhungernde Gesichter schauen. Mir vorstellend, welche Grausamkeiten den Menschen angetan wurden, schießen mir immer wieder die Tränen in die Augen. Ich kenne die deutsche Geschichte, auch diesen Teil, besuchte Yad Vashem und engagiere mich gegen die neuen Nazis in diesem Land, aber jedes Mal, wenn ich  solche Dokumentationen erlebe, werde ich in tiefe Traurigkeit und Wut gestürzt. Und mir ist, als würde mein Herz für diesen kurzen Moment stehen bleiben. ( von Ole Kreins)</p>
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