Wieder Neonazi-Anschläge in Berlin-Johannisthal

Pressemitteilung des VVN-BDA Berlins

Gedenksteine an Opfer des Faschismus am Albineaplatz mit Hakenkreuzen geschändet

Die geistigen Brandstifter sitzen in der „Braunen Straße“ , in  der Bezirks-verordneten­versammlung und der NPD-Parteizentrale in der Seelenbinder Straße

Am  Abend des 7. Januars 2012, entdeckte ein Anwohner des Johannisthaler  Albineaplatzes,  dass die dortigen  Gedenksteine an die Opfer des Faschismus von Neonazis mit Hakenkreuzen beschmiert worden waren. Kurz  zuvor hatten die neonazistischen Täter das Bürgerbüro „Ansprechbar“ der Jusos in Schöneweide heimgesucht.

Die Berliner VVN-BdA e.V. erklärt dazu:

Die neonazistischen Täter lassen weder die Lebenden noch die ermordeten Antiafaschist_innen in Ruhe. Wir sind wütend und empört  über die Schändung des Andenkens an die Opfer des Faschismus und die Beleidigung ihrer Angehörigen. Wir sind aber auch entsetzt darüber, dass die Berliner Polizei in dem  Neonazi-Schwerpunkt  Schöneweide und Johannisthal nicht in der Lage ist, den dortigen Neonazis Einhalt zu gebieten  und potentielle Anschlagsziele und engagierte Antifaschist_innen im Bezirk entsprechend zu schützen.

Es liegt auf der Hand, wer die geistigen Brandstifter sind  und  aus wessen Umfeld die Täter kommen. Die Spur führt zu dem Berliner NPD-Vorsitzende Sebastian Schmidtke, der in der Brückenstraße den Neonazi-Bedarfsladen-Hexogen betreibt. Er fungiert als Anmelder zahlreicher  Neonazi-Demonstrationen und gilt als Betreiber der Homepage des sogenannten „Nationalen Widerstands Berlin“, auf der Anschlagziele und Antifaschist_innen aufgelistet werden. Er steckt auch hinter der rassistischen Kampagne der Berliner NPD gegen ein geplantes Flüchtlingsheim in Berlin Rudow.

Die Berliner VVN-BdA e.V. erklärt weiter:

Treptow-Köpenick ist ein Bezirk, der sich entschieden in einem breiten Bündnis von  Parteien, Organisationen, Antifagruppen und engagierten Bürger_innen gegen Neonazis wehrt.  Das ist den Neonazis ein dicker Dorn im Auge.
Wir wrden uns nicht einschüchtern lassen. Wir werden die Verantwortlichen für Neonaziterror immer wieder aufzeigen und aufsuchen.

Anschläge wie  diese erfordern nicht nur ein entschiedenes zivilgesellschaftliches Engaement gegen rechts sondern auch eine direkte und klare Antwort der Regierungen und der Politik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.