Resolution zum Klimagipfel

Die Jusos Lichtenberg haben auf ihrer letzten Sitzung folgende Resolution zum gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen beschlossen:

Resolution zum Klima-Gipfel in Kopenhagen

Die Jusos Lichtenberg nehmen das Scheitern des Klima-Gipfels mit Bestürzung zur Kenntnis. Trotz eindringlicher Warnungen der meisten Klimaforscher wurde die Chance vertan, die Weltklimapolitik nachhaltig zu verändern und so sicherzustellen, dass die von Menschen verursachte Erderwärmung zumindest ein gewisses Maß nicht übersteigt.

Die Jusos Lichtenberg verurteilen insbesondere die Interessenpolitik der Industrienationen und der größten Schwellenländer, für die trotz der weltweiten Auswirkungen des Klimawandels ihr eigenes Wohlergehen im Vordergrund stand. Die Vorteile, die eine Erwärmung der Erde für einige mit sich bringt, mit den Nachteilen gerade für die ärmsten Staaten der Erde aufzuwiegen, ist an Zynismus nicht zu überbieten. Den VertreterInnen der Industrienationen sollte bewusst sein, dass jedes Land, ob direkt oder indirekt, vom Klimawandel betroffen ist. Deswegen gebieten es sowohl die Soladarität als auch das eigene Interesse, dass sich alle Staaten am Kampf gegen die globale Erwärmung beteiligen.

Bei der Klimakonferenz in Mexiko 2010 wird es darauf ankommen,

die weltgrößten Produzenten von CO2 dazu zu verpflichten, ihren Ausstoß an Treibhausgasen schnell und in großem Umfang zu reduzieren,

ein bindendes Abkommen zu schließen, das auch einen Automatismus zur Anpassung der Verpflichtungen bei Bedarf umfasst und

ein neues Verhältnis zu den Entiwcklungsländern herzustellen, das ihrem Anspruch auf wirtschaftliche Entwicklung bei gleichzeitiger Entwicklung einer klimafreundlichen Politik gerecht wird. Hier bedarf es nicht nur großzügiger finanzieller und technologischer Unterstützung, sondern eines generellen Umdenkens in der internationalen Politik, das der gestiegenen Bedeutung der Entwicklungs- und Schwellenländer Rechnung trägt.

Die Jusos Lichtenberg sind der Auffassung, dass es schnellstmöglich eine Kopenhagen-Folgekonferenz geben muss, um die Folgen des Klimawandels zumindest abzuschwächen. Eine solche Konferenz kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie zugleich einen Paradigmenwechsel im Verhältnis zwischen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländern umfasst. Eine gerechtere und solidarischere Gestaltung der internationalen Politik ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Klimapolitik.

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