2. ordentliche Landesdelegiertenkonferenz 2009 der Jusos Berlin

 Am 27. und 28.11. fand die zweite ordentliche Landesdelegiertenkonferenz (LDK) der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten in der SPD-Berlin statt. Bei dieser trafen sich die Delegierten aus allen Berliner Kreisen um Beschlüsse zu fassen, welche die Landes- aber auch die Bundespolitik betreffen. Viele dieser Beschlüsse zeigen deutlich, welche Positionen die Jusos Berlin einnehmen und wie kritisch sie dabei auch der Mutterpartei – der SPD – gegenüberstehen. Dies wurde besonders deutlich als der Initiativantrag des Landesvorstandes diskutiert wurde, welcher sich mit der Krise der SPD und ihrer Bewältigung beschäftigte. Dazu wurde eine ausführliche und schonungslose, aber vor allem zukunftsorientierte Debatte getätigt, welche durch Michael Müller, Landesvorsitzender der SPD Berlin, in einem Gastbeitrag eingeleitet wurde.

Zudem wurde beispielsweise ein umfangreicher Antrag beschlossen, welche das Ziel hat, die immer größer werdende Kinderarmut in unserem Land zu bekämpfen und dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Des Weiteren nahm das Thema Bildung einen hohen Stellenwert dieser LDK ein. So wurde in vielen Debatten immer wieder die Bildung angesprochen und es wurde deutlich, dass dies eine Herzensangelegenheit der Jusos ist.

Zum Thema Bildung wurde ein Antrag der Jusos-Lichtenberg zur Abstimmung gestellt, welcher aufgrund der letzten Gewalttaten an Schulen, aber auch durch den Bildungsstreik, zu Recht eine demokratischere Schule fordert und einen Ort der Schule, welcher sich den Sorgen der Schülerinnen und Schüler bewusster annimmt als bis zum heutigen Zeitpunkt. Um den Antrag in Beschlussform zu lesen klicke hier: Antrag B2

Die Rede, mit welcher Kevin Hönicke diesen Antrag vorstellte, findest du, wenn du auf folgenden Link klickst: Rede zum Antrag

Einen weiterer von den Jusos-Lichtenberg stammender Antrag, fordert eine Verschärfung des Waffenrechts. Dieser wurde durch die Jusos-Lichtenberg nach dem letzten Amoklauf in Winnenden verabschiedet und an diesem Wochenende auch durch die Jusos-Berlin. Dabei erhoffen wir uns, dass das Waffengesetz soweit verschärft wird, sodass die Kontrollen der Munition und Waffen verbessert werden und auch eine Grenze der zu lagernden Munition gesetzlich vorgeschrieben wird. Dabei wollen wir weder Berufsgruppen, noch Sportlerinnen und Sportler, oder Andere unter einen Generalverdacht des verantwortungslosen Umgang mit Waffen beziehungsweise mit Munition stellen, jedoch darf es auch keine Einzelfälle geben, bei welchen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene einfach an Waffen gelangen. Diesen Antrag in der gestellten Form findest du hier:

Antrag zum Waffengesetz
Antrag zum Waffengesetz

Des Weiteren möchten die Jusos-Berlin einen Arbeitskreis einrichten, welcher sich mit den neuen Medien befassen soll. Diesen Schritt begrüßen wir sehr und erhoffen uns einen kritisch Umgang des Arbeitskreises mit den Themen der neuen Medien, aber erhoffen uns auch, dass von diesem Arbeitskreis die ganze SPD profitieren wird.

Es wird deutlich, dass von dieser Landesdelegiertenkonferenz viele gute und notwendige Forderungen ausgehen. Diese gilt es nun umzusetzen, dabei werden wir Lichtenberger-Jusos unseren Teil dazu beitragen.

 

Bericht: Kevin Hönicke

2 Gedanken zu „2. ordentliche Landesdelegiertenkonferenz 2009 der Jusos Berlin“

  1. Wie wir in unserem Antrag und in der Debatte deutlich gemacht haben, stellen wir niemanden unter Generalverdacht. Ebenso wissen wir, dass Gewalt mit und durch Waffen, in ihrer Extremform bspw. beim Amoklauf von Winnenden, nicht einfach durch Verbote unterbunden werden kann. Aus diesem Grund haben wir einen zweiten Antrag mit dem Thema „Soziale Schule“ verabschiedet, indem wir bessere Betreuung der Jugendlichen fordern, ein ausgewogeneres Lernklima sowie kleinere Klassen etc. Auf der anderen Seite wären die Opfer aus Winnenden noch am Leben, wenn der Zugang zu Waffen stärker reglementiert würde und wenn Munition dem Privatschützen nicht in diesen Mengen zur Verfügung stünden. Ich habe den Führerschein gemacht, und indem ich auf deutschen Straßen unterwegs bin, räume ich der Polizei das Recht ein, mich, auch ohne Verdacht, aus dem Verkehr zu ziehen und einer Alkohol- und Drogenkontrolle zu unterziehen. Und Nein, ich fühle mich nicht unter den Generalverdacht gestellt, Alkoholiker zu sein oder drogenabhängig. Vielleicht würde die Einsetzung und Durchführung unserer Vorschläge ja sogar helfen, das Bild der Sportschützen zu verbessern, die in 99% der Fälle zu Unrecht von den Medien unter Beschuss genommen worden sind.
    Diese Vorschläge allerdings als Schwachsinn zu bezeichnen und das Politikmachen als „eierlegende Wollmilchsau durchs dorf treiben“ zu titulieren zeugt von Kreativ- und Verantwortungslosigkeit. Ich würde mich über ein tatsächliches Argument in der Sache sehr freuen.

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